Schwere Gewalt gegen Busfahrer! Identität und Nationalität der Täter werden verschwiegen. Täterschutz vor Opferschutz?
In Detmold wurde ein Busfahrer von Jugendlichen brutal attackiert, zu Boden geschlagen und gegen den Kopf getreten. Ein Mann, der lediglich seinen Dienst tat, liegt im Krankenhaus.
Gleich zu Beginn heißt es wieder, aus Schutz der Minderjährigen würden keine Angaben zur Identität oder Nationalität gemacht. Jugendschutz ist wichtig. Aber wenn zentrale Informationen pauschal zurückgehalten werden, entsteht der Eindruck, dass mehr Wert auf den Schutz der Täter gelegt wird als auf Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit.
Wer einem am Boden liegenden Menschen gegen den Kopf tritt, begeht schwere Gewalt. Das ist keine Jugendsünde, sondern eine Straftat. Und in diesem Alter weiß man sehr genau, was man tut.
Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen, ganz gleich von welcher Seite sie kommt. Unsere Solidarität gilt dem Busfahrer. Ein funktionierender Rechtsstaat schützt zuerst die Opfer und sorgt für klare Konsequenzen.